Queens Of The Stone Age
Queens of the Stone Age entstanden 1996 in der Wüstenregion um Palm Desert, Kalifornien – jenem legendären Umfeld, das mit der Generator-Party-Szene und Bands wie Kyuss die Grundlage des Stoner Rock bildete. Joshua Homme, zuvor Gitarrist bei Kyuss, gründete die Band nach deren Auflösung als bewussten Gegenentwurf: weniger Doom-lastig, dafür rhythmisch präziser, melodischer und mit einem Gespür für popaffine Strukturen, die dennoch nie ihre rohe Erdung verloren. Der frühe Kern bestand neben Homme aus Matt Cameron (Soundgarden) am Schlagzeug und verschiedenen Gastmusikern – ein rotierendes Prinzip, das die Band bis heute prägt.
Das selbstbetitelte Debüt (1998, Man's Ruin Records) etablierte sofort den unverwechselbaren QOTSA-Sound: trockene, fette Gitarrenriffs, hypnotische Grooves und Hommes charakteristisches Vibrato. Mit Rated R (2000, Interscope) gelang der internationale Durchbruch – ein Album, das Stoner-Rock-Sensibilität mit eingängigen Hooks und einer Portion Ironie verband. Songs for the Deaf (2002, Interscope) folgte als konzeptionelles Meisterwerk mit Dave Grohl am Schlagzeug und avancierte mit Hits wie „No One Knows" zum Klassiker, der die Band endgültig in den Mainstream katapultierte.
Die stilistische Entwicklung verlief über die Jahre bemerkenswert vielschichtig. Lullabies to Paralyze (2005) und Era Vulgaris (2007) explorieren dunklere, sperrigere Klangwelten, während …Like Clockwork (2013) – nach einer schweren persönlichen Krise Hommes – mit düsterer, introspektiver Wucht überraschte und die Band erneut an die Spitze der Charts führte (Platz 1 in Deutschland, Österreich und der Schweiz). Villains (2017, unter Mark Ronson) brachte dann bewusst tanzbare, funkige Elemente in den Sound, ohne die typische QOTSA-DNA zu verleugnen.
Mit dem neunten Studioalbum In Times New Roman… (2023, Matador Records) kehrte die Band zu raueren, unmittelbareren Tönen zurück – aufgenommen in Hommes Studio in der Wüste, geprägt von persönlichen Turbulenzen innerhalb der Band. Das Album zeigt QOTSA wieder als kraftvolle, direkte Rockband mit düsteren Untertönen. Die aktuelle Besetzung mit Troy Van Leeuwen, Michael Shuman, Dean Fertita und Jon Theodore hat sich als die stabilste und musikalisch vielseitigste der Bandgeschichte etabliert. QOTSA bleiben eine der wenigen Bands, die zwischen Underground-Credibility und massentauglichem Rock mühelos navigieren – und mit ihrer Mischung aus Wüsten-Atmosphäre, präzisem Groove und melodischer Kühnheit Generationen von Bands beeinflusst haben. Vinyl-Editionen ihrer Alben, insbesondere limitierte Pressungen von Songs for the Deaf und …Like Clockwork, sind bei Sammlern hochbegehrt und regelmäßig ausverkauft – wer die Band auf Platte besitzen möchte, sollte schnell bestellen.
Diskografie
1998 - Queens of the Stone Age (Man's Ruin Records)
2000 - Rated R (Interscope Records)
2002 - Songs for the Deaf (Interscope Records)
2005 - Lullabies to Paralyze (Interscope Records)
2007 - Era Vulgaris (Interscope Records)
2013 - …Like Clockwork (Matador Records)
2017 - Villains (Matador Records)
2023 - In Times New Roman… (Matador Records)
2026 - Perfecth (Matador Records)
EPS
2007 - Era Vulgaris (EP-Version mit Bonustracks, Interscope Records)
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